Bautz
      -Die Firmengeschichte

Die in Saulgau in Oberschwaben ansässige Firma Bautz wurde im Jahr 1890 von Josef Bautz, einem Hammerschmied, gegründet. Bis 1935 machte das Unternehmen sich einen guten Namen als Hersteller für Erntemaschinen. So ereichte man Stückzahlen von über 250000 verkauften Einheiten. Im Jahr 1935 kauft der Firmengründer Josef Bautz im hessischen Großauheim ein großes Grundstück nebst einer stillgelegten Fabrik mit dem Ziel  Bautz - Schlepper zu bauen. Jedoch konnten nur einige Prototypen entwickelt werden, denn der 2. Weltkrieg machte ihm einen Strich durch die Rechnung - das gesamte Gelände mit Fabrik wurde für Rüstungsproduktionen beschlagnahmt. Die Erntemaschienen im Saulgau durften jedoch weiter produziert werden. Nach dem Krieg waren große Teile der Großauheimer Fabrik zerstört und der erhaltene Teil wurde von der US - Armee als Lager benutzt.  Der verkauf der Erntemaschinen lief wie vor dem Krieg sehr gut. Nach 4 Jahren war man wieder zu den Topherstellern in Deutschland aufgestiegen und beschäftigte ca. 800 Arbeiter. Von diesen Erfolgen ermutigt kaufte Bautz im Jahr 1950 die Rechte am Bau von Zanker - Schleppern/ Tübingen, die sich vom Schlepperbau sowieso verabschieden wollten. Nach nur 6 Monaten verließen die ersten Schlepper mit 14 PS, 1 Zylinder, 2 Taktmotoren die Hallen in Großauheim. Die Traktoren die zum großteil nach den eingekauften Plänen der Firma Zanker gebaut wurden konnten über das schon vorhandene schlagkräftige Vertriebsnetz  gut an den Mann gebracht werden. Schon 1951 konnte Bautz mit der ersten Eigenkonstruktion aufwarten. Der für kleinere Betriebe gedachte AS120 wurde mit einem neu entwickelten 12 PS MWM - Motor (KD 11 Z) ausgerüstet. In der Folgezeit wurde das Schlepperprogramm  auf  4 Typen von 12- bis 22 PS erweitert. Die nächsten 4 Jahren konnten die Absatzzahlen auf ein hohes Niveau gesteigert werden. Die Motoren wurden wie gewohnt von MWM oder auch von Güldner bezogen. Getriebe baute man selbst oder ließ sich von der Zahnradfabrik in Passau beliefern. 1954 konnte die Produktion nochmals gesteigert werden da man die besetzten Teile der Fabrik in Großauheim von den Amerikanern zürückbekam. Die nächsten 3 Jahre liefen für den Schlepperbau bei Bautz sehr gut, bis 1957 plötzlich die Absatzzahlen um 50% zurückgingen. Vielleicht lag es daran damit die Bautztraktoren in all den Jahren nur geringfügige Modellverbesserungen erfuhren und auch im Aussehen sich kaum änderten. So entschloß man sich neue vollkommen neue Schlepper mit neuen Motoren zu entwickeln. 1959 konnte man die Ergebnisse der Entwicklung präsentieren: 3 Kleinschlepper von 15- bis 25 PS. Die neuen Bautz Traktoren kamen nicht mehr in hellgrün/gelb, sondern in Grau/Rot Lackierung daher. Um auch Landwirte beliefern zu können die nach einem stärker motorisierten Schlepper verlangten, verbündete sich Bautz mit dem englischen Unternehmen Nuffield. Nur 2 Jahre später wurde die Allianz mit Nuffield gekündigt. Rheinstahl Hanomag hieß der neue Partner für landmaschinen über 30PS. Diese neue Verbindung hielt auch nur wenige Monate weil Bautz sich aus dem Schlepperbau zurückzog und sich fortan nur noch auf Erntemaschinen konzentrierte. Die Absatzzahlen sowohl der Schlepper als auch der Erntemaschinen waren von 1957 ab rückläufig. Die Folge war eine Übernahme von Bautz durch die Firma Claas im Jahr 1969. Von diesem Zeitpunkt ab bis zum heutigen Tag führt die Claas Saulgau GmbH die Erntemaschinenproduktion fort.

Bautz war im Schlepperbau von 1950 bis 1962 tätig. In diesen 12 Jahren konnte man ca. 25000 Bautz - Traktoren an die Landwirte verkaufen. Die Schlepper hatten keine besonderen Mermale. Sie verfügten über Hinterradantrieb und eine leichte Bauweise. Die neueren Modelle waren nicht nur als Zugschlepper sondern auch als Tragschlepper für den anbau von Geräten zwischen den Achsen gebaut.

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